Leserbrief

Anträge und Voten zu Elektroheizungen an der Glarner Landsgemeinde

Beim Link unten finden Sie eine Zusammenfassung der Anträge und Voten zum Thema Elektroheizung an der Glarner Landsgemeinde von 2009. Ann-Kristin Peterson stellte den Antrag, Elektroheizungen bei Neubauten grundsätzlich zu verbieten, wie dies auch die Mustervorschriften (MuKEN) vorsehen. Myrta Giovanoli unterstützte diesen Antrag und forderte zusätzlich Anreize vom Kanton Glarus für einen raschen Ersatz von bestehenden Elektroheizungen.

Keine neuen Elektroheizungen: Es gibt bessere Alternativen

Es gibt kaum einen Bereich in unserer Gesellschaft, der ohne den Einsatz elektrischer Energie auskommt. Dabei kann Strom in den meisten Anwendungsgebieten NICHT durch andere Energieträger ersetzt werden. Für die Raumheizung gibt es genügend andere Systeme, welche sich im Einsatz bewährt haben und auch auf breiter Ebene zum Einsatz gelangen. Ausserdem wird für Elektroheizungen Energie verwendet, welche zu einem grossen Teil in thermischen oder Kernkraftwerken hergestellt wird. Dabei gehen aus physikalischen Gründen schon bei der Stromerzeugung zwei Drittel der eingesetzten Energie ungenutzt als Abwärme verloren.

Elektroheizungen: Soll der Kanton sich der Stromlobby beugen?

Der abgeschwächte Vorschlag für Elektroheizungen im Glarner Energiegesetz basiert weitgehend auf einem Wunsch der Stromlobby: Der Verband Schweizer Elektrizitätswerke (VSE), dem die Stromversorger wie z.B. Axpo, BKW, Alpiq, usw. angehören, hat im Hintergrund gegen ein Verbot für Neuinstallationen von ortsfesten Elektroheizungen geworben und stattdessen eine Bewilligungspflicht vorgeschlagen. Ein immer grösserer Stromabsatz ist diesen Stromversorgern anscheinend wichtiger als alles andere.

FDP-Schrottprämie für alle Heizungsarten

Die FDP fordert gemäss ihrem Präsidenten eine sog. Schrottprämie für der Ersatz von Ölheizungen. Weshalb diese ausschliesslich auf Ölheizungen beschränkt werden soll, ist schwer nachvollziehbar.
Aus energiepolitischen Gründen und aus der Sicht des Umweltschutzes ist der Ersatz von Elektroheizungen mindestens so dringend. Es macht wenig Sinn, eine hochwertige Energie wie Strom zur Beheizung von Gebäuden einzusetzen. Durch den Ersatz von Elektroheizungen mit Sonnenkollektoren oder Wärmepumpen könnte der Strombedarf zum Heizen nämlich um mindestens 65% reduziert werden. Das Einsparpotential entspricht der gesamten Stromproduktion des Atomkraftwerks Mühleberg!

Elektroheizungen verbieten und bestehende möglichst ersetzen

Elektroheizungen keine zukunftsorientierte Weise, wie der elektrische Strom genutzt werden sollte. Man muss nicht gleich alle bestehenden Elektroheizungen verbieten, aber man sollte die Menschen von der Dummheit bewahren, neue zu installieren. Es wird viel über die Stromknappheit in der Zukunft geredet, aber wenig für die richtige Entwicklung gemacht. Vermieter, die eine kostengünstige Elektroheizung installieren wollen und die Nebenkosten dem Mieter aufhalsen, sollten dabei gehindert werden.